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Startup-Denken für die Digitale Transformation

Die Computerwoche schreibt, Digitale Transformation erfordert DevOps- und Startup-Denken. Was bedeutet das?

Zunächst einmal für diejenigen, die den Begriff „DevOps“ nicht kennen: Wikipedia sagt, DevOps soll „eine effektivere und effizientere Zusammenarbeit der Bereiche [Software-Entwicklung], [Betrieb] und Qualitätssicherung ermöglichen“.

Die Computerwoche betont hiermit die Notwendigkeit, nicht nur neue Software zu entwickeln, sondern diese auch zuverlässig und in hoher Qualität zu betreiben. Wenngleich ich nicht jedem Satz in dem CW-Artikel zustimme, halte ich den genannten Punkt für richtig und wichtig. Das Zusammenspiel der drei genannten Bereiche wird gerade von Unternehmen, die digitale Kompetenz erst aufbauen müssen, übersehen.

Was hat das mit Startup-Denken zu tun?

Startups agieren häufig – und zu Recht! – nach dem MVP-Ansatz. MVP steht für Minimal Viable Product, das minimale, brauchbare Produkt. Die Vorgehensweise besteht darin, früh ein wenig leistungsfähiges Produkt auf den Markt zu bringen und damit ebenso früh Benutzer-Feedback zu bekommen. Das Feedback steuert die weitere Entwicklung des Produkts in Richtung des tatsächlichen, nicht des vermuteten Bedarfs. Das Ziel der Vorgehensweise ist es, die teuere Entwicklung eines Produkts, das nicht angenommen wird, zu vermeiden.

Der Preis für diese Vorgehensweise ist die Notwendigkeit, in sehr kurzer Taktung neue Produktversionen (Updates) heraus bringen zu müssen. Dazu muss das Unternehmen erst einmal in der Lage sein. Digitale Transformation heißt dann nicht „Wir entwickeln mal ein digitales Produkt“, sondern „Wir sind in der Lage, 2mal im Monat, 2mal in der Woche, 2mal am Tag oder ständig (continous delivery) ein weiterentwickeltes Produkt zu veröffentlichen“.

Startup-Denken im Mittelstand?

Nahezu täglich erscheint in irgendeiner Zeitung der 1.000 Artikel, der sagt, dass der Mittelstand nicht bereit für die Digitale Transformation ist. Die Aussage selbst möchte ich nicht pauschal bewerten. Aber eines fehlt den meisten Artikeln: Ein klarer und konkreter Handlungsvorschlag, der für mittelständige Unternehmen (denn dort mangelt es an Digitaler Transformation) umsetzbar ist. Abstrakte Tipps wie „Unternehmen müssen agiler werden“, sind das Papier nicht wert, auf dem sie hoffentlich gar nicht gedruckt werden. Insofern hebt sich die Computerwoche hier positiv ab, indem sie zumindest exemplarisch einen Vorschlag macht: „Am besten starten Unternehmen mit einem Geschäftsziel, etwa der Reduzierung der Zeit für die Entwicklung von Software. Anschließend definieren sie von Ende zu Ende den Prozess, der dafür nötig ist.“

Das gefällt mir im Prinzip sehr gut. Was hier untergeht ist die Frage des Messens. Wenn ich meinen Software-Entwicklungsprozess verändere, habe ich ihn dann beschleunigt? Bei gleicher oder höherer Qualität? Das Ziel „Reduzierung der Zeit für die Entwicklung von Software“ ist noch nicht so weit heruntergebrochen, dass man es messen könnte. Denn niemand wird ein und dieselbe Software auf zwei verschiedenen Wegen entwickeln, um dann eine Aussage zu treffen, welcher Weg besser ist. Zumal beides mit dem selben Team und den selben Voraussetzungen geschehen müsste, um aussagekräftig zu sein.

Allerdings wissen erfahrene Partner, wie man das angestrebte Ziel messbar formuliert. Je nach Projektmethodik gibt es Kennzahlen, die Vergleichbarkeit herstellen (z.B. die Anzahl der Story-Points je Sprint). Wenn Sie also vor der Frage stehen, wie sie Startup-Denken und Vorteile einer DevOps-Philosophie für Ihre Digitale Transformation im Mittelstand einsetzen, holen Sie sich den richtigen Partner ins Haus.

Als Experte für die Digitale Transformation im Mittelstand steht Ihnen Kutura auch kurzfristig als Gesprächspartner zur Verfügung. Sprechen Sie uns noch heute an und vereinbaren Sie ein Gespräch.


 

Der Artikel der Computerwoche ist online zu finden.