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Leitfaden für den Mittelstand: In 10 Schritten digital

Der Branchverband Bitkom hat einen Leitfaden für den Mittelstand veröffentlicht: In 10 Schritten digital. Im Gegensatz zu vielen aussagelosen Presseberichten zu diesem Thema, muss ich den Bitkom loben und ihm danken. Der Leitfaden verdichtet sehr gut die erforderlichen Schritte. Und er beantwortet fast alle Fragen. Fast. Bis auf eine.

Vorab: Den Leitfaden haben wir unten verlinkt. Und ich verzichte darauf, alle zehn Punkte hier wiederzugeben. Lesen können Sie selbst. An dieser Stelle konzentrieren wir uns auf Standpunkte, und deshalb greife ich hier wenige Punkte heraus:

Erweitern Sie Ihre Wettbewerbsbetrachtung um Tech-Unternehmen

Bitkom empfiehlt „Erweitern Sie Ihre Wettbewerbsbetrachtung um Tech-Unternehmen“. Ein guter Tipp, der angesichts der Beispiele disruptiver Innovation notwendig ist. Eine disruptive Innovation trifft etablierte Unternehmen unerwartet. So jedenfalls die Einschätzung von Clayton Christensen, auf den der Begriff der disruptiven Innovation meist zurückgeführt wird. Unerwartet, weil die neuen Marktteilnehmer häufig nicht aus der Branche sind, sondern Tech-Unternehmen. Insofern stimme ich dem Bitkom zu. Allerdings hadere ich mit den Beispielen:

  • Uber – Das größte Taxi-Unternehmen besitzt keine Autos.
  • Facebook – Das größte   Medienunternehmen  produziert keine Inhalte.
  • Alibaba – Der wertvollste Händler besitztkeine Waren.
  • Airbnb – Der größte Anbieter von Übernachtungen besitzt keine Immobilien.

Die Sätze sind toll. Sie machen sehr gut deutlich, welche Gefahr disruptive Innovation mit sich bringen kann. Allerdings stört mich ein Punkt: Uber ist kein Taxi-Unternehmen, Facebook kein Medienunternehmen, Alibaba kein Händler und Airbnb kein Hotel. Alle vier sind Beispiele für MARKTPLÄTZE. Und als solche handelt es sich bei allen vier um einen neuen Markt. Kein Taxifahrer hätte private PKW als Konkurrenz angesehen, kein Hotelier hätte sich von privaten Übernachtungen bedroht gefühlt, wenn … ja, wenn … nicht in allen Fällen ein Marktfremder auf die Idee gekommen wäre, die jeweilige Sache aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Und genau dort liegt eine Schwäche aller Ratschläge. Man kann sie zusammenfassen zu „Denken sie mal anders als sie denken.“ Klingt gut, aber wie?

Digitalisieren Sie Ihr Geschäftsmodell

Ein weiterer Rat lautet „Digitalisieren Sie Ihr Geschäftsmodell“. Zitat aus dem Text: „Was aber passiert, wenn eine disruptive Technologie Ihr bisheriges
Geschäftsmodell bedroht oder gar obsolet macht? Dann müssen Sie,
um zu überleben, der Entwicklung insoweit folgen, dass Sie Ihr Geschäfts-
modell daran anpassen oder sogar völlig neue Geschäftsmodelle,
Produkte und Lösungen entwickeln.“

Auch hier stimme ich im Prinzip zu. Doch es klingt mir etwas zu einfach. Ich vereinfache die Aussage noch weiter: „Wenn sie jemand angreift, müssen sie geeignet reagieren.“ Ja. Da kann man nur zustimmen. Aber auch hier die Frage: Wie? Und bei diesem Beispiel vielleicht noch wichtiger: Wann? Meine Antwort: Bevor der Angriff beginnt!

Wie?

Viele Aussagen – nicht nur bei der Bitkom – sind mir zu einfach gehalten, verfehlen das Wie. Einige gute Antworten auf das „Wie?“ enthält der Bitkom-Leitfaden: Kooperation mit Kunden, Partnern, Start-ups. Das ist genau der richtige Weg. Trotzdem halte ich ein paar Kritikpunkte aufrecht. „Machen Sie Digitalisierung zur Chefsache. Stellen Sie ein Digitalisierungsteam auf.“ Das ist sehr richtig, aber doch nicht einfach. Vielen Mittelständlern fehlt hier die Erfahrung und das Know-how.

Kutura

Kutura arbeitet mit einem Geschäftsmodell, das exakt diese Lücke füllt: Wie bauen Ihnen Ihren Digitalisierungs-Dienstleister. Und wir bleiben bei Ihnen und gehen den Weg mit Ihnen – wenn Sie wollen, solange Sie wollen. Neugierig? Sprechen Sie uns noch heute an!

 


 

 

Den Leitfaden gibt es beim Bitkom zum Herunterladen.