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Per Chief Digital Officer (CDO) zur Unternehmensnachfolge

Für Geschäftsführer, die sich ungern mit dem Thema Digitale Transformation auseinandersetzen, ist es verlockend, einen Chief Digital Officer (CDO) einzusetzen. In meinem Artikel für Heise (iX 11/2017) diskutiere ich die Vor- und Nachteile des CDO aus Unternehmenssicht.

Ausgangspunkt meiner Kernaussage ist die Feststellung, dass die Digitale Transformation Chefsache ist. Ein Chef, der sich des Themas nicht annehmen will und es statt dessen an den neuen CDO abgibt, läuft Gefahr, irgendwann nicht mehr Herr im eigenen Haus zu sein. Warum? Weil die Digitale Transformation ein Unternehmen weitreichend verändern kann. Wer das Unternehmen durch diesen Prozess führt, führt das Unternehmen auch später. Vielleicht nicht de jure, aber de facto.

Alternativ bietet es sich an, statt eines CDO einen zweiten, „digital kompetenten“ Geschäftsführer reinzuholen. Je nach Situation des Unternehmens und des Alters der Geschäftsleitung ergibt sich hier die Möglichkeit einer eleganten Nachfolgeregelung. Der Endfünziger, der in fünf bis zehn Jahren aufhören will und gerne Wählscheibentelefone benutzt, kann sich einen digital affinen Kopiloten ins Team holen, der die Firma später allein steuert.

Kurz gesagt: Der CDO von heute ist der CEO von morgen.