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Warum das Silicon Valley nicht kopiert werden kann

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Digitale Transformation, Digitalisierung, Mittelstand, Standpunkt

Gerade ist ein lesenswerter Artikel des ehemaligen Facebook-Mitarbeiters Antonio Martínez bei der Zeit Online erschienen. Zwei Aussagen halte ich für besonders bemerkenswert. Eine beantwortet die Frage „warum das Silicon Valley nicht kopiert werden kann“.

Martínez‘ Antwort ist ziemlich kurz: Geld. Genauer: Fehlendes Geld. Im Wortlaut am Beispiel Berlin: „In Berlin fehlt es wie in allen anderen Möchtegernvalleys erstens an Geld, um ein Start-up aufzubauen, und zweitens an Geld, um ein Start-up aufzukaufen. In den USA finanzieren die, die in der ersten dotcom-Welle Geld gemacht haben, die Start-ups. Und nachher werden die dann von großen Unternehmen teuer eingekauft.“

Dass Deutschland kein Land für VC-finanzierte Startups ist, weiß ich aus eigener Erfahrung. Wenn mich junge Gründer heute fragen, wie man ein Startup in Deutschland mit Geld versorgt, lautet meine Antwort: Geh in die USA! Was kann man in Deutschland gründen? Alles, was sich rechtzeitig selbst trägt. Wofür bekommt man in Deutschland Risikokapital? Für jedes Geschäft, das man bereits durch die riskanteste Phase geführt hat. Ein VC-Investor hat es mir persönlich einmal so gesagt: „Bau mir etwas, in das ich 10 Euro reinstecke und 20 kommen raus!“ Gemeint war, das Geschäft muss bereits genau so laufen. Risiko? Nahe Null! Im Anschluss gibt es Wachstumskapital…

Was kann Deutschland tun?

Was kann Deutschland also tun? Antonio Martínez hat es bereits gesagt: „Und nachher werden die dann von großen Unternehmen teuer eingekauft.“ Vorhandene Unternehmen kaufen am Ende die Startups. Warum kaufen diese Unternehmen die Startups nicht früher? Ganz einfach: Sie wissen oft nicht wie man mit einem Startup umgeht. Die Integration in das bestehende Unternehmen ist meist schwierig oder gar tödlich für das aufgekaufte Startup.

Unsere Lösung für Deutschland: Kooperation des Mittelstands mit digitaler Kompetenz. Was ist damit genau gemeint? Wie kann das genau aussehen? Ich führe das hier nicht weiter aus, weil es letztlich nur Eigenwerbung wäre. Wen es interessiert, der findet die Antwort auf den anderen Seiten auf dieser Website – oder im persönlichen Gespräch mit uns.

Das Silicon Valley denkt anders

Eine zweite bemerkenswerte Aussage von Martínez: „Dem ganzen Silicon Valley geht es darum, etwas Vorhandenes durch etwas Eigenes zu ersetzen. […] Uber sagt: Wir brauchen keine Taxis mehr. Airbnb sagt: Wir brauchen keine Hotels mehr. […] Die Silicon-Valley-Firmen ziehen irgendeiner Branche, die sie für reif halten, einfach den Stecker und schauen dann, was passiert.“

Spätestens an dieser Stelle kann man die Eingangsfrage „Warum das Silicon Valley nicht kopiert werden kann“ ersetzen durch: Soll man das Silicon Valley kopieren? Ich sehe keinen Grund dafür. Der Erfolgsfaktor vieler namhafter Internet-Firmen ist doch gerade ein anderer: Verändern, statt Kopieren. Wenn wir das Valley kopieren, treten wir in direkten Wettbewerb. Wozu sollte das gut sein?

Noch einmal: Deutschland ist stark vom Mittelstand geprägt. Diese Stärke gilt es mit digitaler Kompetenz auszustatten. Dazu muss man in Deutschland sehr wohl viel von den Valley-Startups lernen (aka „kopieren“). Es geht vor allem darum die Geschwindigkeit zu übernehmen, mit der Startups neue Geschäftsmodelle entwerfen, implementieren, marktesten, verfeinern oder verwerfen und wieder neu entwerfen. Es kommt auf die Kürze eines solchen Zyklus an. Wenn man diese Fähigkeit in den Mittelstand bringen kann, ist viel gewonnen. Dafür arbeiten wir bei Kutura.

 

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